Chronik des Stadtverbandes Frankfurter Vereinsringe e.V.
Beginnend in den 50er Jahren gründeten sich nach und nach in vielen Frankfurter Stadtteilen Vereinsringe, so dass sich mit der Zeit die Frage stellte, ob es nicht eine übergreifende Institution geben müsste, von der die Interessen der Vereinsringe auf Stadtebene gebündelt und nach außen vertreten werden.
So entstand bereits 1981 unter dem Vorsitz von Erich Lang ein loser Zusammenschluss, mit dem man den Vereinsringen eine gemeinsame Stimme geben wollte. Man traf sich einige Zeit regelmäßig, aber irgendwann schlief das Vorhaben wieder ein.
Anfang der 90er Jahre formierte sich erneut eine Arbeitsgruppe, um diese Idee zu reaktivieren und dieses Mal auch eine formale Vereinsgründung vorzubereiten. Der Stadtverband Frankfurter Vereinsringe wurde dann im Mai 1993 aus der Taufe gehoben mit damals 21 Vereinsringen als Mitglieder. Bei seiner ersten Mitgliederversammlung am 15. Juni 1993 wurde die Satzung verabschiedet und der Verein dann ins Vereinsregister eingetragen.
Der erste Vorsitzende des Stadtverbandes war Michael Paris. Ihm folgten Thomas Sittler und Klaus Etzrodt. Nachdem dieser im Jahr 2016 plötzlich und unerwartet verstarb, führten die Stellvertreter Markus Mannberger und Karl Leo Schneeweis den Stadtverband weiter, bis zur Wahl von Uwe Serke im Oktober 2017.
In der Gründungszeit lagen die Aufgaben des Stadtverbandes stark im repräsentativen Bereich: Man wollte die Vereinsringe, die Vereine und ihre Bedeutung in der Stadt sichtbar machen. Es gab große Empfänge und Veranstaltungen sowie Besuche der Frankfurter Partnerstädte.
Über die Jahrzehnte haben sich die Aufgaben stetig erweitert: Heute ist der Stadtverband Frankfurter Vereinsringe e.V. der Dachverband der derzeit rund 30 Frankfurter Vereinsringe, in denen etwa 1.000 Vereine organisiert sind und sieht sich als Dienstleister für die Vereinsringe und deren angegliederten Vereine. Er stellt Informationen zum Vereinsleben bereit und bietet Unterstützungen bei übergeordneten Themen. Zudem bündelt er die gemeinsamen Interessen der Vereine und vertritt sie gegenüber Dritten, zum Beispiel der Stadt, der Verwaltung und der Öffentlichkeit. Zudem versteht der Stadtverband es als seine gesellschaftliche Aufgabe, das Ehrenamt zu fördern und dazu beizutragen, dass immer wieder Menschen sich für ein freiwilliges Engagement entscheiden.

